Strategische Projekte

Forschungsprojekt zur nachhaltigen Entwicklung urbaner Wasserinfrastrukturen unter sich stark verändernden Rahmenbedingungen

Projektpartner:

  • Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung
  • Emschergenossenschaft/Lippeverband

Gefördert durch die WestLB-Stiftung Zukunft NRW

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Michael Lange, Tel.: 0211-430 77 20, lange@kommunalagenturnrw.de
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Stefan Vöcklinghaus M.A., Tel.: 0211-430 77 24, voecklinghaus@kommunalagenturnrw.de

Hochwasser- und Überflutungsschutz

Hochwasserschutz kann in folgende Aufgabenbereiche unterteilt werden:

  • Ermittlung der Hochwassergefahren
  • Vermeidung von Hochwassergefahren
  • Entwicklung von (technischen) Gegenmaßnahmen
  • Bauvorsorge / Objektschutz
  • Gefahrenabwehr

Diese Aufgabenbereiche sind an verschiedenen Stellen der Kommunalverwaltung verankert. In den Fachbereichen Gewässer / Stadtentwässerung steht die Entwicklung von technischen Abwehrmaßnahmen im Vordergrund. Die Vermeidung von Hochwassergefahren ist im wesentlichen eine Aufgabe der Stadtplanung. Die Gefahrenabwehr liegt bei der Feuerwehr. Maßnahmen zur (privaten) Bauvorsorge bzw. zum Objektschutz können wiederum von ganz unterschiedlichen Bereichen der Kommunalverwaltung angeregt und unterstützt werden. Für die Umsetzung des Objektschutzes von kommunalen Gebäuden oder Anlagen kann das Gebäudemanagement verantwortlich sein.

Die verschiedenen Fachbereiche nehmen ihre einzelnen Aufgaben zum Hochwasserschutz in der Regel gewissenhaft wahr. Oftmals werden allerdings die Möglichkeiten einer fachübergreifenden Zusammenarbeit nicht genutzt. Und die Aufgaben zum Hochwasserschutz stehen nicht immer im Einklang mit anderen Zielen der Fachbereiche.

Wir sehen Hochwasserschutz als einen ganzheitlichen fachübergreifenden kommunalen Prozess, der an vielen Stellen optimiert werden kann. Aufgrund vergleichbarer Prozesse ist es sinnvoll, Hochwasserschutz und Schutz vor Überflutungen aus urbanen Sturzfluten oder aus dem Kanalnetz gemeinsam zu betrachten. So können z.B. im Rahmen der Bearbeitung von Baugenehmigungen bauliche Maßnahmen gegen Gefahren sowohl aus Hochwasser, als auch aus urbanen Sturzfluten forciert werden. Aus Perspektive der Bürgerinnen und Bürger ist es letztlich unbedeutend, welche genaue Ursache das Überflutungsrisiko hat.

In den letzten Jahren sind zunehmend Maßnahmen zum Hochwasser- und Überflutungsschutz entwickelt worden, die auf eine gezielte Rückhaltung und (naturnahe) Ableitung des Wassers an der Oberfläche abzielen. Für diese Maßnahmen sprechen oftmals nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Gründe. Hier obliegt die Umsetzung nicht allein dem Bereich der Gewässer / Stadtentwässerung. Sie erfordert eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Gewässer / Stadtentwässerung auf der einen Seite sowie Stadt-, Verkehrsplanung, Tiefbau und Grünflächen auf der anderen Seite.

Hochwasserschutz ist folglich nicht nur eine technische Aufgabe. Er erfordert auch ein systematisches Hochwasser- und Überflutungsrisikomanagement, um die organisatorischen Voraussetzungen für die Realisierung ganzheitlicher Lösungen zu schaffen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Stefan Vöcklinghaus M.A., Tel.: 0211-430 77 24, voecklinghaus@kommunalagenturnrw.de
Dr.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Ralf Togler, Tel.: 0211-430 77 101, togler@kommunalagenturnrw.de